Wie recht dieser Mann doch hatte, der mir diese weisheit mitteilte in kathmandu auf dem durbar square. heute frueh um 7 bestiegen wir einen bus in richtung pokhara, der uns 8 stunden lang aus dem moloch kathmandu zum phewa-tal (= fewa-see) am fusse des annapurna gebirges brachte.
auf der fahrt wuenschte ich mir so sehr, ich koennte malen und all die ausblicke in bildern festhalten. doch mein pinsel ist nur ein federkiel und meine farbpalette ein sack voll worte. mein bild wir ein geflecht aus einblicken, die sich waehrend der schaukeligen fahrt in mein hirn gebrannt haben.
die kurvigen, verstopften strassen, die sich wellig und verschlaglocht ihren weg durch himalaya-gebirge bahnen. seitlich an sie schmiegt sich der terassen-foermige ackerbau, den ich bi8sher nur aus dem erdkunde unterricht kannte. das kraeftige, saftige, giftige gruen des reises, der in wassergefluteten feldern waechst, arrangiert sich mit dem strahlend blauen himmel, an dem eine stechende sonne klebt. die frauen, die auf den feldern arbeiten, setzen sich dezent in szene mit ihren zumeist roten sarees. auch aus der ferne, so meine ich, nehme ich ihre gegerbten gesichter wahr, tiefe dunkle falten in dunkler haut. die hageren ziegenhueter sind gut "behuetet", ihr sonnenschutz ist wagenradgross. mit noch duerreren stecken als ihre beine lenken sie den strom der tiere.
das steingraue flussbett, durch das im moment eher klaeglich tuerkisfarbenes wasser fliesst, wird immer wieder punktuell aufgelockert von bunt gekleideten frauen, die dort waesche walken. ein mann hockt und flicht einen korb.
die huetten am rand der strasse sind lehm-verputzt; hier haben die haeuser und kochstellen wunderbar weiche, runde formen; mensch und tier hingegen sind sehnig, duerr und knochig. neben dem dorfbrunnen, an dessen kuehlem nass kleine jungs sich erfreuen, steht an eine mauer geschrieben, versteckt hinter orangenen blueten und gruenzeug:
auf der fahrt wuenschte ich mir so sehr, ich koennte malen und all die ausblicke in bildern festhalten. doch mein pinsel ist nur ein federkiel und meine farbpalette ein sack voll worte. mein bild wir ein geflecht aus einblicken, die sich waehrend der schaukeligen fahrt in mein hirn gebrannt haben.
die kurvigen, verstopften strassen, die sich wellig und verschlaglocht ihren weg durch himalaya-gebirge bahnen. seitlich an sie schmiegt sich der terassen-foermige ackerbau, den ich bi8sher nur aus dem erdkunde unterricht kannte. das kraeftige, saftige, giftige gruen des reises, der in wassergefluteten feldern waechst, arrangiert sich mit dem strahlend blauen himmel, an dem eine stechende sonne klebt. die frauen, die auf den feldern arbeiten, setzen sich dezent in szene mit ihren zumeist roten sarees. auch aus der ferne, so meine ich, nehme ich ihre gegerbten gesichter wahr, tiefe dunkle falten in dunkler haut. die hageren ziegenhueter sind gut "behuetet", ihr sonnenschutz ist wagenradgross. mit noch duerreren stecken als ihre beine lenken sie den strom der tiere.
das steingraue flussbett, durch das im moment eher klaeglich tuerkisfarbenes wasser fliesst, wird immer wieder punktuell aufgelockert von bunt gekleideten frauen, die dort waesche walken. ein mann hockt und flicht einen korb.
die huetten am rand der strasse sind lehm-verputzt; hier haben die haeuser und kochstellen wunderbar weiche, runde formen; mensch und tier hingegen sind sehnig, duerr und knochig. neben dem dorfbrunnen, an dessen kuehlem nass kleine jungs sich erfreuen, steht an eine mauer geschrieben, versteckt hinter orangenen blueten und gruenzeug:
EDUCATION leads you from DARKNESS into THE LIGHT.
Viele schulkinder sind unterwegs. die maedels wirken mit ihren weissen kniestruempfen, dunklem rock, hemd, pullover und zoepfen so wie in asiatischen comics: irgendwie unschuldig.
Nicht selten kommt mir ein riesiger pack unkraut entgegen. am unteren ende kann man, bei genauer betrachtung, zwei duerre, o-foermig gekruemmte beinchen erkennen. meist frauen schleppen diese lasten auf ihrem ruecken. mit einem um den kopf gebundenen seil verteilen sie das gewicht - knochenarbeit ist hier kopfarbeit.
immerzu saeumen bananenstauden den weg, mal wirkt die umgebung wirklich subtropisch auf mich, mal fuehle ich einen anflug mediterranes aufkommen; wenn der terracotta-farbene boden zu tage tritt, wenn der unterjochte ochse die pflugschar durch den grund wuehlt. aber das ist nur ein ganz kurzer moment. alles hier ist asien. es ist wie paradies.
nicht nur. nicht umsonst taucht nepal relativ haeufig und regelmaessig in meiner aktuellen lektuere "die unterste milliarde" (Paul Collier, bpb) auf. an der bitteren armut fuehrt nur ein verklaerter blick vorbei. die pol;itische lage ist alles andere als stabil.
inzwischen ist es schon wieder dunkel. nach einem erneut koestlichen "daal bhaat" (nepal. curry) und einem kitschig-schoenen sonnenuntergang liege ich nun in einer haengematte auf dem dach unseres hostels direkt am see. irgendwie gut, dass das land so haeufig mit "energy cut-offs" zu kaempfen hat - light pollution ist hier die einzige verschmutzung, die es wohl nicht gibt. ueber mir sternenklare nacht. der schwertscheide des orion noch nie so nah. mein herz tanzt, als ich den grossen wagen entdecke. jetzt weiss ich, dass ich hier in gewisser weise "daheim" bin - anders als damals in indien. nepal ist auch geschaeftig und voll (zumindest kathmandu) und laut. aber im vergleich zu chennai oder madurai is es eine oase. oder kommt mir das nur so vor, weil mich der suessliche duft von marihuana umgibt?!
Nicht selten kommt mir ein riesiger pack unkraut entgegen. am unteren ende kann man, bei genauer betrachtung, zwei duerre, o-foermig gekruemmte beinchen erkennen. meist frauen schleppen diese lasten auf ihrem ruecken. mit einem um den kopf gebundenen seil verteilen sie das gewicht - knochenarbeit ist hier kopfarbeit.
immerzu saeumen bananenstauden den weg, mal wirkt die umgebung wirklich subtropisch auf mich, mal fuehle ich einen anflug mediterranes aufkommen; wenn der terracotta-farbene boden zu tage tritt, wenn der unterjochte ochse die pflugschar durch den grund wuehlt. aber das ist nur ein ganz kurzer moment. alles hier ist asien. es ist wie paradies.
nicht nur. nicht umsonst taucht nepal relativ haeufig und regelmaessig in meiner aktuellen lektuere "die unterste milliarde" (Paul Collier, bpb) auf. an der bitteren armut fuehrt nur ein verklaerter blick vorbei. die pol;itische lage ist alles andere als stabil.
inzwischen ist es schon wieder dunkel. nach einem erneut koestlichen "daal bhaat" (nepal. curry) und einem kitschig-schoenen sonnenuntergang liege ich nun in einer haengematte auf dem dach unseres hostels direkt am see. irgendwie gut, dass das land so haeufig mit "energy cut-offs" zu kaempfen hat - light pollution ist hier die einzige verschmutzung, die es wohl nicht gibt. ueber mir sternenklare nacht. der schwertscheide des orion noch nie so nah. mein herz tanzt, als ich den grossen wagen entdecke. jetzt weiss ich, dass ich hier in gewisser weise "daheim" bin - anders als damals in indien. nepal ist auch geschaeftig und voll (zumindest kathmandu) und laut. aber im vergleich zu chennai oder madurai is es eine oase. oder kommt mir das nur so vor, weil mich der suessliche duft von marihuana umgibt?!
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